Zum Repair-Café Martinsviertel im Heiner-Lehr-Zentrum wurden 10 Textilien, 2 Fahrräder, 18 Messer und 30 Geräte o.ä. für Reparaturversuche gebracht.

Textilien
Die Tasche einer Hose wurde mit einer Naht um die Breite des Lochs gekürzt. Der ausgefranste Rand einer Weste wurde mit Stopfgarn von Hand vernäht. Die Naht eines Koffergurts wurde mit der Maschine genäht. An einer Hose wurde ein kleines Stück defekte Naht mit der Maschine genäht. Die abgerissenen Henkel an einer Tasche wurden verstärkt und wieder angenäht, sie sollten nun wieder eine ganze Weile halten. Das Loch in einer Hose wurde mit der Maschine gestopft. Die Naht an einer Hose wurde genäht, zwei Löcher gestopft. Den Knopf wird der Besitzer nach der Einweisung selbst annähen. Der Druckknopf an einer Tasche konnte nicht repariert oder erneuert werden. An einer Stofftasche wurde der Henkel wieder angenäht und Nähte geschlossen.

Fahrräder
An einem Herrenrad wurde das hintere Schutzblech befestigt. Das Rad eines Einkaufstrolleys war abgefallen, so dass die Achse öfter auf dem Boden schleifte und abgenutzt war. Das Rad konnte mit einer Bohrung in die Achse und provisorischem Splint befestigt werden.

Messer
Geschärft wurden 17 Messer. Der Besitzer einer Schere wurde in die Technik des Schleifens eingewiesen, so dass er seine Schere selbst schärfen kann.

Geräte u.ä.
An einem Gerät wurde der Akku durch einen mitgebrachten neuen Akku ersetzt und lädt nun wieder auf. Eine Sammlung von Brillengestellen wurde gemeinsam sortiert nach „zu entsorgen“, „in Ordnung“ und „reparabel“ (die wurden dann auch repariert). Der CD-Spieler spielt nur, wenn er warm ist. Es wäre zu aufwändig, den schwächelnden Kondensator zu finden. An der Dampfbügelstation ist das Magnetventil undicht. Der Besitzer besorgt das passende Ersatzteil. Der Drucker zieht nun wieder Papier ein, nachdem dessen Einzugswalze gereinigt wurde. Der Duschkopf wurde zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut und sollte nun besser funktionieren. Das nach einem Sturz gebrochene Gehäuse eines Föhns wurde zwar zunächst repariert. Allerdings rauchte der Föhn bei der Wiederinbetriebnahme und ist wegen Brandgefahr reif für den Elektroschrott. An einem Frequenzgerät war ein Kabel herausgerissen. Auch nach Wiederanbringen hat es noch nicht funktioniert. Weitere Versuche wurden aus Zeitmangel vertagt. An der Getreidemühle fehlt ein Abstandshalter. Der Reparateur kümmert sich um ein Ersatzteil, auch für das fehlende Plastikteil am Gehäusedeckel. Das von einem Glätteisen abgebrochene Plastikteil wurde mit UV-Kleber angeklebt. Die 100W des Holzbrenngeräts kommen nicht an der Brennerspitze an. Die Regelung ist in Ordnung, aber der Griff ist verschmort und muss ersetzt werden. Ob und wer sich um ein Ersatzteil kümmert, wurde nicht entschieden. Die Kaffeemaschine wird durch einen Wipptaster eingeschaltet und schaltet sich dann automatisch aus. Der Wipptaster ist defekt und arbeitet nur noch als Schalter. Er muss daher von Hand in die Aus-Position gebracht werden. Die Maschine ist weiterhin nutzbar. Ein Ersatz durch einen normalen Taster wäre voraussichtlich durchführbar. Der Wackelkontakt an einer Lampe wurde identifiziert. Die Reparatur erwies sich als aufwändiger und wird im Nachgang fertiggestellt (Kabel anlöten). An einer Nachttischlampe wurde der defekte Schalter ersetzt. An einer Tischlampe war die Schnur für den Zugschalter nahe am Schalter gerissen. Diese wurde gekürtzt, eingefädelt und mit Knoten gesichert. Ein Laptop, der nach 5 Minuten einfror, wurde so konfiguriert, dass er nun wieder zuverlässig funktioniert. Die Reparatur eines Lautsprechers wurde aus Zeitmangel vertagt. Das Massebrummen an Lautsprecheranlage wurde noch nicht vollständig gelöst. Kalte Lötstellen wurden nachgelötet. Vermutet wird noch ein Haarriss auf der Platine. Eine Besucherin interessierte sich für Linux. Die Angst konnte ihr durch Zeigen und Ausprobieren genommen werden. Der Mülleimer mit Lichtschranke, dessen Deckel nicht mehr öffnete, sieht zwar schon sehr abgenutzt aus, hat aber im Repair-Café das getan, was er sollte. An einer Pfanne mit gelöstem Griff wurde das Gewinde gereinigt und der Griff wieder festgeschraubt. Die Sendereinstellung an einem Radio wurde repariert, indem der Steuerungsfaden ersetzt wurde. An einem Receiver funktionierten die Bedientasten nicht. Dessen Mikrocontroller scannt zwar noch die Tasten, sendet aber keine Signale mehr über den I²C-Bus. Für diesen Chip Ersatz zu finden und diesen zu ersetzen, wäre – wenn überhaupt möglich – dann viel zu aufwändig. Ein gebrochenes Sieb muss geschweißt werden. Das kann im Repair-Café nicht durchgeführt werden. Apps über den Google-Account zu installieren, misslang. Der Besitzer wurde darauf hingewiesen, dass es unnötig ist, Apps von Webseiten zu installieren. An einer Stereoanlage wurde das inzwischen besorgte Ersatzteil (Laser-Pickup) eingebaut, so dass der Anteil CD-Spieler wieder funktioniert. Beim Plattenspieler zeigte der Austausch der Cinch-Kabel nicht die gewünschte Verbesserung. An ein Tablet musste wohl nur das passende Ladekabel drangesteckt werden. Am Toaster war das Schraubgewinde der Klemme der Anschlussleitung defekt, die Schraube hatte sich gelöst. Daher wurde der Draht angelötet. Die Zugentlastung hatte sich ebenfalls gelöst und wurde wieder befestigt. Die Zeiger an einer kleinen Porzellanstanduhr wurden befestigt, die Uhr läuft wieder einwandfrei. Die Klebung des Deckels an einem Wasserkocher vor einem halben Jahr hatte sich durch den Wasserdampf mittlerweile gelöst. Diesmal wurde er mit UV-härtendem Kleber geklebt.

Ein Küchenteam kümmerte sich um Getränke für die Besucher und Mitwirkenden.
Foodsharing verteilte im Foyer gerettete Lebensmittel.

Eine Besucherin brachte einen selbstgebackenen Kuchen für die Mitwirkenden mit. Vielen Dank!